Wir über uns

Der Hospizdienst TAUWERK e.V. ist ein Verein, der sich in Berlin-Pankow aus der Initiative franziskanischer Schwestern und Brüder entwickelt hat.

Im Hospizdienst TAUWERK e.V. haben sich Menschen zusammengeschlossen, denen es ein Anliegen ist, schwerkranke und sterbende Menschen mit AIDS im Sinne der Hospizidee zu unterstützen und zu begleiten.
Auch den Angehörigen und Freund*innen bietet der Hospizdienst tatkräftige Hilfe an, wenn sie im Zusammenhang mit der Betreuung eines Menschen in der letzten Lebensphase vor viele Fragen gestellt sind.

In Ergänzung zu Pflegediensten möchten die Mitarbeiter*innen des TAUWERKs dazu beitragen, nach den je eigenen und individuellen Wünschen das Leben bis zuletzt gestalten zu können. Wir begegnen den Menschen, die unsere Begleitung wünschen, dort, wo sie leben: in der eigenen Wohnung, im Pflegeheim, in Wohnprojekten oder auch im Krankenhaus.

Der Hospizdienst bietet seine Begleitung den Kranken und den ihnen Nahestehenden unentgeltlich an.
Qualifizierte hauptamtliche Koordinatorinnen und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, die sich auf diese Aufgabe vorbereitet haben, sind in der Begleitung tätig.

Wichtige Ereignisse und Informationen
Stimmen aus der Hospizarbeit

Um die Öffentlichkeit über die Vielfalt und Bedeutung der hospizlichen Arbeit zu informieren, läßt der Hospiz- und PalliativVerband Berlin e.V. auf einer eigenen Webseite Ehrenamtliche verschiedener Hospizeinrichtungen zu Wort kommen.

Auch einer unserer Ehrenamtlichen, Br. Antonius, stand als einer der Stimmen aus der Hospizarbeit für ein Videointerview zur Verfügung.
Schauen Sie mal rein!

Hospizarbeit ist gelebte Solidarität

In unserem Dienst engagieren sich ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade für solche Menschen, bei denen die AIDS-Erkrankung inzwischen den Alltag sehr bestimmt.

Sie begleiten die Erkrankten auf Spaziergängen, wenn sie sich allein unsicher fühlen; sie stehen für Gespräche zur Verfügung; sie sind da, auch wenn eine Kommunikation immer schwieriger wird und sich der Zustand der Kranken weiter verschlechtert. Mit ihnen die letzte Lebenszeit zu teilen, ist für die Schwerkranken und Sterbenden und auch für ihre Angehörigen oft eine große Hilfe.

Wie Sie unter der Rubrik “Hospizhelfer*in werden” ersehen können, werden die ehrenamtlich Tätigen in einem Vorbereitungskurs für diese Aufgabe geschult.
Wir freuen uns, wenn unser Team immer wieder von neuen ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen verstärkt wird. Melden Sie sich gern bei uns, wenn diese Arbeit Sie interessiert!

Wir bekennen Farbe!

Am 12. Mai 2021 wurden vor den Caritaseinrichtungen im Erzbistum Berlin in Brandenburg, Berlin und Vorpommern Regenbogenfahnen aufgehängt.

Der Caritasverband im Erzbistum Berlin schreibt dazu:
“Vor wenigen Wochen hat uns ein Dokument der römischen Glaubenskongregation erreicht, das ein Segensverbot von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ausspricht. Dieses hat lebhafte Diskussionen ausgelöst. Auch uns als Caritasverband und Dienstgemeinschaft hat dieses Schreiben sehr bewegt und beschäftigt.

Menschen – egal welchen Geschlechts, welcher Identität oder Herkunft sind uns als Caritas der Kirche wichtig und wertvoll – ob als Kolleg*innen, Klient*innen oder Mitbürger*innen. Gottes Liebe umfasst alle Menschen und Beziehungen, die in Verantwortung gelebt werden.

Wir vertrauen auf den Bund Gottes, den er mit dem Menschen eingegangen ist und seinen Heiligen Geist. Dafür steht der Regenbogen. Er ist Symbol für die Beziehung, die Gott allen Menschen unter allen Umständen anbietet.

Wir bekennen Farbe und wollen damit ein Zeichen für Vielfalt in der Kirche und in der Gesellschaft setzen.

Seit der Gründung des Hospizdienstes TAUWERK ist es den Mitarbeiter*innen ein Anliegen, Menschen in ihren vielfältigen Lebensvollzügen mit Respekt und Zuwendung zu begegnen. Daher freuen wir uns über diese deutliche Reaktion der Caritas und unterstützen als korporatives Mitglied dieses Dachverbands gern diese Aktion.

Leider ist das Gebäude, in dem sich der Hospizdienst TAUWERK befindet, derzeit wegen Bauarbeiten komplett eingerüstet, sodass wir keine Regenbogenfahne befestigen können. Daher möchten wir die Webseite nutzen, um zumindest virtuell dieses Zeichen nach außen zu setzen – auch über den 12. Mai hinaus.

Zugleich möchten wir an diesem 12. Mai, der der Internationale Tag der Pflege ist, den in der Pflege Tätigen ein ausdrückliches DANKE für ihr Engagement sagen, das sie gerade in dieser Zeit der Coronapandemie zeigen.
Es ist uns ein Anliegen, auf diesem Weg öffentlich dieses Engagement zu würdigen. In Kooperation mit den Pflegekräften werden wir auch künftig alles tun, um die uns anvertrauten Menschen im Sinne der Hospizidee bestmöglich zu begleiten.

Umgang mit der Corona-Pandemie
FFP2-Masken: neben der Impfung eine alltägliche Möglichkeit, sich und andere zu schützen

Die Corona-Pandemie prägt auch unsere hospizliche Arbeit.

Die Minimierung des Infektionsrisikos gehört zum Alltag in der Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden! Dies gilt insbesondere, wenn noch kein vollständiger Impfschutz aufgebaut wurde oder nach zweifacher Impfung der Impfschutz nachlässt, weil noch nicht geboostert werden konnte.

Dies bedeutet im Interesse unserer Patient*innen und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen für uns:
Wenn die Begleitung durch physische Kontakte stattfinden soll, haben sowohl die Patient*innen wie auch die Ehrenamtlichen schriftlich ihr Einverständnis gegeben.
Wir haben Handlungsanweisungen bzgl. der Hygieneregeln erstellt, über die sowohl die Patient*innen wie auch die Ehrenamtlichen belehrt werden. Mit dieser Belehrung ist auch schriftliches Informationsmaterial des RKI und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verbunden.
Bei physischen Besuchen tragen unsere Mitarbeiter*innen grundsätzlich FFP2-Masken, die ihnen ebenso wie Desinfektionsmittel über den Hospizdienst zur Verfügung gestellt werden.
Selbstverständlich stehen wir gerade in Krisensituationen für unser Klientel zur Verfügung!

Grundsätzlich gilt:
Das Tragen der FFP2-Masken durch unsere Mitarbeiter*innen findet in Innenräumen wie auch draußen statt, insbesondere, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht einzuhalten ist. Dies ist z.B. der Fall bei Besuchen in Zimmern von Schwerkranken, insbesondere von bettlägerigen Bewohnerinnen und Bewohnern stationärer Einrichtungen, und von Menschen mit fortgeschrittener Demenz bzw. schweren kognitiven Einschränkungen oder weit fortgeschrittenen Erkrankungen und schwerwiegenden Leistungseinbußen.
Für uns ist der Einsatz dieser Masken nicht nur in stationären Einrichtungen, sondern auch in der Häuslichkeit wichtig, um Infektionsübertragungen bei geringem Abstand zu vermeiden und die Nähe zu ermöglichen, die unsere Patient*innen brauchen.

Schnelltests für die Mitarbeiter*innen werden im Vorfeld physischer Besuche durchgeführt. um insbesondere vor Besuchen in der Häuslichkeit eine mögliche SARS-CoV-2-Infektion erkennen zu können.
Ansonsten werden Schnelltests in den Einrichtungen, in denen unsere Patient*innen leben, durchgeführt.

Die Vorgaben zur Infektionseindämmung gelten auch für unser Büro. Telefonisch sind wir jederzeit erreichbar, möchten aber die physischen Kontakte im Sinne der Infektionsschutz-Verordnung so gestalten, dass die Einhaltung des Mindestabstands sowie der weiteren Basisregeln (Händehygiene, Husten- und Niesetikette, Lüften) gewährleistet ist.

Sollten Sie eine Beratung zu palliativen Fragestellungen benötigen und über einen Internetzugang verfügen, ist eine Beratung auch über den eingerichteten virtuellen Konferenzraum des Hospizdienstes möglich!
Rufen Sie uns einfach an, damit wir Ihnen entsprechend weiterhelfen können.

Diese Pandemie ist eine Herausforderung für unsere Lebens- und Alltagsgestaltung.
Angesichts der exponentiell wachsenden Infektionsraten ist unsere dringende Bitte an Sie: setzen Sie die Vorgaben und Möglichkeiten zur Infektionseindämmung konsequent in Ihrem Alltag um! So können Sie aktiv sich selbst und andere schützen und effektiv mit dafür sorgen, dass diese Pandemie ein Ende findet!

"Letzte-Hilfe Kurs" auch bei TAUWERK

Nach einer entsprechenden Qualifizierungsmaßnahme, die Katharina Wönne und Sr. Hannelore absolviert haben, können wir für interessierte Bürgerinnen und Bürger einen sogenannten “Letzte-Hilfe-Kurs” anbieten.

Viele Menschen kennen und haben selbst einen Erste-Hilfe-Kurs mitgemacht. Hier geht es um die das Erlernen von Maßnahmen zur Hilfe bei akuter Verletzung und Erkrankung mit dem Ziel, das Überleben der Betroffenen zu sichern.
Bei der “Letzten Hilfe” geht es um Maßnahmen zur Hilfe bei lebensbedrohlichen Erkrankungen mit dem Ziel der Linderung von Leiden und Erhaltung von Lebensqualität.

Erster Hilfe und Letzter Hilfe gemeinsam ist eine humane Haltung und die Bereitschaft anderen Menschen in Not beizustehen
.
In den Letzte-Hilfe-Kursen sollen Menschen ermutigt und befähigt werden, schwerkranke und sterbende Menschen in dieser Lebensphase aktiv zu unterstützen: z.B. durch die Mundpflege, das Haltgeben bei Unruhe/Verwirrtheit, aber auch Dasein/Dableiben angesichts schwieriger Situationen. Eine hinwendende Haltung und bürgerschaftliches Engagement bilden das gemeinsame Fundament von Erster und Letzter Hilfe.

Der Kurs besteht aus vier Themenblöcken:
1. Sterben als Teil des Lebens
2. Vorsorgen und Entscheiden
3. Körperliche, psychische, soziale und existentielle Nöte lindern
4. Abschied nehmen vom Leben (Bestattung und Trauer)

Die Teilnehmerzahl pro Kurs ist auf 20 Personen beschränkt, um den Fragen und Übungen genügend Raum zu geben.
Wenn Sie Interesse daran haben, nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf.

Wenn das Leben zum Klingen gebracht wird...
© Sebastian Busse

Musik mit Engagement und Herz

Seit Jahren nimmt der Chansonnier und Schauspieler Tim Fischer seine Programme zum Anlass, seinem Publikum nicht nur einen mitreißenden Konzertabend zu präsentieren, sondern auch auf AIDS-Projekte vor Ort aufmerksam zu machen. So legt er seit über 5 Jahren seinen Fans auch die hospizliche Arbeit von TAUWERK und deren Unterstützung ans Herz.

Im neuesten Tourneeprogramm ZEITLOSCABARET BERLIN wird er dabei begleitet von Oliver Potratz (Bass und musikalische Leitung), Sebastian Weiß (Flügel) und Bernd Oezsevim (Schlagzeug).

Konzertabende voller Überraschungen sowie die ermutigende Solidarität der Künstler und der Konzertbesucher*innen im Engagement für Menschen mit AIDS und viele berührende Gespräche klingen in uns nach. DANKE!!!

Ein ausverkauftes Konzert in der Emmaus-Kirche, bei dem die Musiker und Musikerinnen das Publikum begeisterten

Benefizkonzerte von “concentus alius”
Seit mehr als 20 Jahren unterstützt das Homophilharmonische Orchester Berlin concentus alius mit ihren Benefizkonzerten die Arbeit unseres Hospizdienstes.
Über 80 Akteure sorgen unter der Leitung von Christiane Silber mit einem umfangreichen Repertoire für eine begeisterte Resonanz der Zuhörer*innen.

Wir danken den Musikern und Musikerinnen sowie den Konzertbesucher*innen für die seit Jahren spürbare Solidarität mit der Arbeit des TAUWERK und freuen uns sehr über die Verbundenheit im gemeinsamen Engagement für Menschen mit AIDS, die in den Benefizkonzerten zum Ausdruck kommt!

Gleichzeitig wissen wir uns in diesem Jahr verbunden in der Trauer um 2 Orchestermitglieder:
Viorel Chiriacescu spielte langjährig als Schlagzeuger im Orchester und verstarb am 21. Januar 2021 im Alter von 45 Jahren.
Michael Zachow verstarb am 13. August 2021. Er war Orchesterinitiator, Stimmführer der Celli und sorgte in der graphischen Gestaltung der Webseite und Programmhefte für die Außenwahrnehmung des Orchesters.

In Anerkennung “der um Volk und Staat erworbenen besonderen Verdienste” wurden Michael Zachow (posthum) und der verantwortliche Organisator der Orchesterarbeit und Vorstandsvorsitzende des Orchestervereins Michael Knoch jeweils mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet!

Zu dieser Auszeichnung gratulieren wir dem gesamten Orchester ganz herzlich!

ein Bild von Michael Zachow bei der Feier der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes
Sein Platz, der an diesem Tag mit den für ihn so typischen Gegenständen geschmückt ist
20 Jahre TAUWERK
Drei der Vorstandsmitglieder, die zu Beginn der Feier deutlich machten, was es heißt, den Menschen in der Mittelpunkt der Arbeit zu stellen.

Am 26.3.2017 konnten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gemeinsam mit Vereinsmitgliedern und Kooperationspartnern auf das 20jährige Bestehen des Hospizdienstes zurückblicken.
Bei der Feier, die vom Pressesprecher der Deutschen AIDS-Hilfe, Holger Wicht moderiert und von Tim Fischer und Rainer Bielfeldt musikalisch gestaltet wurde, machten zunächst Sr. Michaela Bank, Dr. Christel Weiler und Sr. M. Hannelore als geschäftsführende Vorstandsmitglieder in einem spirituellen Impuls deutlich, was es für den Hospizdienst bedeutet, den Menschen in seiner jeweiligen Einzigartigkeit in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen.

(Copyright für alle Fotos der Feier: Walter Wetzler)

Holger Wicht, der in humorvoller Weise durch das Programm führte
Br. Antonius Mattulat OFS, der seine Erfahrungen als pflegender Angehöriger und als inzwischen ehrenamtlicher Hospizhelfer schildert

Anschließend schilderte einer der Ehrenamtlichen, Br. Antonius Mattulat OFS, wie er als pflegender Angehöriger seines Partners die Arbeit des TAUWERK erlebt hat. Die anfängliche Skepsis wich der Erfahrung verläßlicher Hilfe, was ihn nach dem Tod seines Mannes motivierte, sich selbst als Hospizhelfer im Team der derzeit 34 Ehrenamtlichen zu engagieren.

Selbstkritische wie auch ermutigende Worte über die AIDS-Hospizarbeit als Ausdruck von CARITAS fand die Diözesancaritasdirektorin Prof. Dr. Ulrike Kostka und nahm dabei das Spannungsfeld in den Blick, in dem sich kirchliches Engagement und die Lebenswelt vieler Betroffenen befinden.

Tim Fischer und sein Pianist Rainer Bielfeldt gaben der Feier den musikalischen Rahmen
Die Diözesancaritasdirektorin Prof. Dr. Ulrike Kostka bei ihrer Rede
Sr. M. Hiltrud Vacker, die Provinzvikarin der Franziskanerinnen und die Münsteraner Traditionsfigur des "Kiepenkerl" (verkörpert von Lothar Huesmann)

Sr. M. Hiltrud überbrachte Glückwünsche der Ordensleitung der Franziskanerinnen aus Münster. Sie wurde vom “Kiepenkerl” begleitet. Dieser brachte in der Kiepe, die er auf dem Rücken trug, die Anträge von Sr. M. Hannelore und Sr. M. Juvenalis aus dem Jahr 1991 mit, die schließlich zur Gründung des Hospizdienstes führten.
Er hatte auch einen Zusammenschnitt verschiedener Videosequenzen dabei, durch die den Anwesenden nochmals in Bild und Ton Erfahrungen aus den 20 Jahren vor Augen gestellt wurde.

Mit der kleinen Broschüre “Letzte Hilfe”, die Katharina Wönne, Sr. Hannelore und Sr. Juvenalis dann der Kiepe entnehmen konnten, bedankten sich die drei als hauptamtliche Mitarbeiterinnen und in Vertretung des Vorstandes bei jedem der Gäste für die Unterstützung, die sie in der Arbeit des Dienstes immer wieder erfahren.

Beim abschließenden Buffet bot sich Gelegenheit zu vielen Begegnungen und Gesprächen, durch die das Fest in gemütlicher Atmosphäre seinen Abschluß fand.

Der Staatssekretär für Arbeit und Soziales, Alexander Fischer und unsere Mitarbeiterin Barbara Wischer nach der Überreichung der Berliner Ehrennadel und der Urkunde

Berliner Ehrennadel 2016
Am 12.12.16 war eine unserer langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, Barbara Wischer, eine der Personen, die im Wappensaal des Roten Rathauses mit der Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement ausgezeichnet wurden.
In der von der Senatorin unterschriebenen Urkunde heißt es: “Mit Ihrem Engagement haben Sie dazu beigetragen, dass menschliche Zuwendung in der Großstadt Berlin erfahrbar bleibt.”
Wir freuen uns über diese Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements und darüber, Barbara Wischer in unserem Team zu wissen!

Sonderregelung bei der Krankenkassenförderung endlich genehmigt!

Mit dem Förderbescheid im Juni 2015 erhielten wir die erfreuliche Nachricht, dass die seit Jahren diskutierte Sonderregelung bezüglich der Krankenkassenförderung endlich genehmigt wurde!
Mit seiner Spezialisierung auf Menschen mit AIDS wird der Hospizdienst TAUWERK damit der Regelung für die auf die Begleitung von Kindern spezialisierten Hospizdienste gleichgestellt.
Dies bedeutet, dass nicht nur die abgeschlossenen Begleitungen in Haushalt und Familie bzw. Pflegeheimen, sondern auch die vor dem 1.11. eines jeden Jahres begonnenen Begleitungen für die Berechnung der Fördersumme berücksichtigt werden. Zugleich werden die Begleitungen mit dem Faktor 5 (statt 4) berechnet.

Damit fällt die Fördersumme deutlich höher aus als in den vergangenen Jahren und sichert die laufende Arbeit zu etwa 50%. Mit dem gleichen Prozentsatz sind wir aber weiterhin auf die Solidarität der Spender und Spenderinnen angewiesen, um den von uns begleiteten Menschen ambulante hospizliche Unterstützung dort bieten zu können, wo sie gerade leben: in der Wohnung, im Pflegeheim, im Wohnprojekt oder Krankenhaus..

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit mit Sr. Hannelore, Sr. Juvenalis und seinem Partner Jörn Kubicki (v.r.n.l.)

Verdienstorden des Landes Berlin an Sr. M.Hannelore
Am 1.10., dem Tag des Inkrafttretens der ersten Landesverfassung Berlins, wird traditionell seitens des Senats der Verdienstorden des Landes Berlin an Bürgerinnen und Bürger verliehen, die sich in besonderer Weise in Berlin engagieren.

Zu den 10 im Jahr 2014 ausgezeichneten Personen gehörte auch Sr.M.Hannelore. In einer Feierstunde im Roten Rathaus wurde ihr der Verdienstorden vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit überreicht.

Dieser sagte in seiner Laudatio: „1997 hat Schwester Hannelore Huesmann einen großen Schritt gewagt: Gemeinsam mit ihrer Mitschwester Juvenalis Lammers gründete sie in Berlin den Verein Tauwerk – den ersten ambulanten Aids-Hospizdienst Deutschlands.
Man muss sich erinnern: 1997 wurde Aids-Kranken noch mit weit größeren Vorurteilen als heute begegnet. Es gab kaum auf sie zugeschnittene Angebote, aber viel Angst und Unsicherheit im Umgang mit Patienten. Und auch manche Betroffene hatten zunächst Vorbehalte gegenüber den beiden Franziskanerinnen.
Schwester Hannelore und ihre Mitstreiterin haben sich davon nicht beirren lassen. Sie wollten ein Zeichen setzen – ein Zeichen gegen Ausgrenzung und für Unterstützung und Solidarität. Und sie wollten schwerkranken Aids-Patienten einen Abschied in Würde ermöglichen.
So ist es beim Hospizdienst Tauwerk bis heute: Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seinen individuellen Wünschen und Bedürfnissen. Gemeinsam mit ihren inzwischen rund 30 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begleitet Schwester Hannelore Jahr für Jahr etwa ein Drittel aller Berliner Aids-Kranken in ihrer letzten Lebensphase. Ebenso finden Angehörige und Freunde bei ihr jederzeit liebevollen Rat.
Dafür wollen wir Schwester Hannelore heute Dank sagen. Sie hat Großartiges geleistet. Und sie tut dies jeden Tag aufs Neue: Sie schenkt schwerkranken Menschen Aufmerksamkeit, Zuwendung und Geborgenheit. Und sie betreibt zudem Aufklärung und trägt so dazu bei, Vorurteile und Diskriminierungen gegenüber Menschen mit HIV und Aids abzubauen.“

Sr. Hannelore betonte gegenüber den anwesenden Gästen, dass sie diese Auszeichnung nicht persönlich, sondern als Anerkennung der Arbeit des gesamten Teams versteht und daher auch stellvertretend für die Arbeit ihrer hauptamtlichen Kollegin Katharina Wönne und der ehrenamtlich so engagierten Hospizhelferinnen und Hospizhelfer entgegennimmt. Ohne dieses gemeinsame Engagement sei die Unterstützung, die der Hospizdienst TAUWERK anbietet, nicht denkbar.

Sr. M.Juvenalis mit der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Frau Carola Bluhm (links im Bild) und der Senatorin a.D. Frau Dr. Heidi Knake-Werner (rechts im Bild)

Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Am 22. Januar 2010 bekam Sr.M.Juvenalis durch die Berliner Senatorin Carola Bluhm das “Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland” verliehen. Ausgezeichnet wurde ihr langjähriges Engagement in der AIDS-Hospizarbeit, das sie auch mit dem Eintritt in das Rentenalter fortgesetzt hat.
In ihrer Laudatio wies die Senatorin darauf hin, wie wichtig es sei, nicht nach dem “Woher?” der Infektion zu fragen, sondern den Erkrankten ohne Vorbehalte die Hilfe zu leisten, die sie brauchen, um in Würde leben und in Würde sterben zu können.
Dies sei die Überzeugung, mit der Sr.M.Juvenalis, die beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und die über 30 ehrenamtlichen Hospizhelfer /-innen ihren Dienst seit Jahren praktizieren und finde in der Ordensverleihung eine entsprechende Anerkennung.

Bundesverdienstkreuz für Sr.M.Hannelore

Am 10.10.07 erhielt Sr.M.Hannelore Huesmann in der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Soziales die “Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland”. Überreicht wurde die vom Bundespräsidenten Horst Köhler unterzeichnete Urkunde und der Orden durch die Sozialsenatorin Dr. Heidi Knake-Werner, die auch die Laudatio hielt.

Die Senatorin betonte in ihrer Rede, dass die Arbeit des Hospizdienstes TAUWERK e.V., dessen Gründung Sr.M.Juvenalis und Sr.M.Hannelore vor 10 Jahren initiierten und der von Sr.M.Hannelore geleitet wird, auf große Wertschätzung in der Berliner Hospizlandschaft und in den Institutionen, die für Menschen mit AIDS arbeiten, stößt. Das Engagement der Schwestern strahle inmitten der oft nicht einfachen Arbeit eine scheinbare Leichtigkeit aus, die sie persönlich immer wieder beeindrucke. Neben der Begleitung der Patienten sei für sie auch die Weitergabe von Wissen und Erfahrung bemerkenswert, wie Sr. M.Hannelore es seit Jahren praktiziere: in Krankenpflegeschulen, Jugend- und Erwachsenen-Gruppen bis hin zum Einsatz bei einem Seminar in Odessa (Ukraine)im vergangenen Jahr.

Das Bemühen, in unserer Gesellschaft Ängste abzubauen, die gleichzeitige Aufklärung über die nach wie vor tödlich verlaufende HIV-Infektion sowie die vorbehaltlos praktizierte Zuwendung zu Betroffenen und ihren Angehörigen habe zu der Auszeichnung durch den Bundespräsidenten geführt, in dessen Auftrag sie diese Feier gern übernommen habe.

Die Verleihung dieser Auszeichnung ist für uns sowohl eine deutliche Anerkennung unseres franziskanischen Engagements wie auch ein Ansporn, den Weg an der Seite von Menschen mit AIDS weiterzugehen.

Kontaktadresse:

Hospizdienst TAUWERK e.V.
Mühlenstr. 45/II
13187 Berlin

Tel.: 030/4700 4500
Fax: 030/4700 5868

Mail: hospiztauwerk@aol.com

Neuer Vorbereitungskurs

Wir planen, im Januar 2022 wieder einen neuen Kurs für Hospizhelfer*innen zu starten. Die Inhalte und den zeitlichen Umfang des Kurses finden Sie auf dieser Webseite unter der Rubrik “Hospizhelfer*in werden”.
Wenn Sie Interesse haben, als Ehrenamtliche*r unsere Arbeit zu unterstützen, nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf!


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